Idee der Böhmerwaldschule

Am Anfang steht immer eine (in diesem Fall großartige) Idee!

Schüler, Jugendliche, Erwachsene, schlichtweg "Lernende" werden heutzutage mit mannigfaltigsten Unterrichts- bzw. Lehr- und Lernmethoden konfrontiert. Die Palette reicht dabei vom schultypischen Vortrag vor der Tafel hin bis zu modernsten EDV-unterstützten Medientechniken und darüber hinaus. Dies ist eine faktische Feststellung, die nicht kritisiert wird, weil jede dieser Methoden individuell und zielgerichtet angewandt zum Erfolg führen kann.

Unserer (gemeint sind wir Waldpädagogen) Meinung nach und aus der Erfahrung ungezählter Waldführungen resultierend bedarf es bei der Umsetzung der "Wald- oder Naturpädagogik" anderer Methoden. Wir funktionieren das Klassenzimmer um ins "große Klassenzimmer WALD".

Nach dem Motto "Im Wald vom Wald lernen" begreifen und erleben die Besucher den Wald, die Natur hautnah mit allen Sinnen.

Erwähnenswert und erfreulich für die gesamte Region ist die Tatsache, dass die Idee der Böhmerwaldschule vor Ort im Böhmerwald seinen Ursprung genommen hat, dass die Initiative von den Böhmerwaldgemeinden, den örtlichen Waldbesitzern und einigen Waldfreunden selbst gekommen ist und nicht von Linz aus übergestülpt wurde.

Insbesondere nennen möchten wir als quasi forstliche Geburtshelfer und Eltern der Böhmerwaldschule:

"Wir haben das Gehör verloren für die Sprache der Natur, weil wir den Gebrauch diess Organs vernachlässigten; wir haben es verlernt, weil wir so viel anderes dazugelernt haben, dass wir schon glauben, mehr zu wissen als die Natur."

Theodor Künkele